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Was ist ein Implantat?

„Implantat“ bedeutet frei übersetzt „Einpflanzung“. In der Zahnmedizin steht der Begriff für künstliche Zähne, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um einzelne, mehrere oder sogar alle verloren gegangenen Zähne zu ersetzen.

Implantatgetragener Zahnersatz besteht aus mehreren Teilen:

Implantataufbau
  • einer künstlichen Wurzel, die fest im Kieferknochen verankert wird. (Fachleute bezeichnen diese künstliche Zahnwurzel allein bereits als das Implantat)
  • einem Verbindungsstück (der künstliche Zahnstumpf oder "Pfosten") und
  • dem darauf befestigten Zahnersatz, also die künstliche Zahnkrone, zum Beispiel in Form einer Brücke. Diesen Zahnersatz nennt man in der Implantologie „Suprakonstruktion“.

Die künstliche Zahnwurzel und das Verbindungsstück werden meist aus Titan hergestellt. Dieses Metall besitzt spezielle Eigenschaften, die sich für diesen Verwendungszweck besonders eignen. Es ist sehr stabil, leicht und in der Regel sehr gut verträglich.

Der Körper reagiert so „natürlich“ auf Titan, dass eigene Kieferknochensubstanz innerhalb der Einheilphase mit dem Implantat verwächst. Auch bei der Herstellung anderer Implantate, zum Beispiel künstlicher Hüft- und Kniegelenke in der Orthopädie, kommt häufig Titan zum Einsatz.

Der aufgesetzte Zahnersatz (die „Suprakonstruktion") ist der einzige im Mund sichtbare Teil des Implantats und besteht meist aus Keramik. Es ist zahnfarben und kommt dem natürlichen Zahnschmelz optisch und funktionell sehr nahe.

In der Zahnmedizin sind Implantate bereits seit einigen Jahrzehnten in Gebrauch und mittlerweile fester Bestandteil der zahnärztlichen Chirurgie – mit steigender Tendenz. Allein in Deutschland werden jedes Jahr hunderttausende Zahnimplantate eingesetzt.